[Rezension] Und es schmilzt - Lize Spit


 Ein Buch, das alles gibt und alles verlangt.
Mit geschlossenen Augen hätte Eva damals den Weg zu Pims Bauernhof radeln können. Sie könnte es heute noch, obwohl sie viele Jahre nicht in Bovenmeer gewesen ist. Hier wurde sie zwischen Rapsfeldern und Pferdekoppeln erwachsen. Hier liegt auch die Wurzel all ihrer aufgestauten Traurigkeit.
Dreizehn Jahre nach dem Sommer, an den sie nie wieder zu denken wagte, kehrt Eva zurück in ihr Dorf – mit einem großen Eisblock im Kofferraum.
{ Quelle: Fischer Verlag }


Dreizehn Jahre sind vergangen und trotzdem kann Eva die Ereignisse des schrecklichen Sommers nicht vergessen. Der Sommer der alles veränderte. Als sie dann eine Einladung ihrer beiden ältesten Freunde erhält, beschließt sie ihr Heimatdorf zu besuchen und bricht mit einem Eisblock im Koffer auf um sich ihrer Vergangenheit zu stellen.

Auf der Rückseite des Buches steht "Ein Buch, das alles gibt und alles verlangt" und besser kann man das Buch, finde ich, nicht zusammenfassen. Man merkt schon früh, dass es keineswegs ein leichter Roman ist. Mit einer seltsamen, bedrückenden Eindringlichkeit erzählt Lize Spit die Geschichte von Eva’s Sommer der alles, und besonders sie, veränderte.

Für die Protagonistin Eva brauchte ich einige Zeit. Sie ist ein sehr eigensinniges Mädchen, dass sich hinter ihren beiden Freunden Pim und Laurens versteckt, obwohl in ihr eine interessante Persönlichkeit steckt. Diese Freundschaft ist sehr eigen und anfangs für mich schwer nachvollziehbar und ich konnte nicht immer verstehen warum Eva tat was sie tat, doch ich denke, dass war durchaus von der Autorin beabsichtigt. Evas Vergangenheit ist voller Schrecken, Gewalt und schockierenden Szenen, die mich sehr hin und her geworfen haben. Stellenweise fand ich die Beschreibungen sehr heftig und Lize Spit’s nüchterner Schreibstil hat die Wirkung nur noch verstärkt.

Lize Spit schreibt mit sehr wachsamen Präzision. Sie weiß genau wie sie den Leser auf ihre Seite zieht und Spannung aufbaut, die bis zum Schluss nicht mehr abnimmt. Bewundernswert finde ich, dass man zu der Protagonistin Eva eine tiefe Beziehung aufbaut, obwohl der Schreibstil der Autorin doch sehr distanziert ist und manche Szenen sehr unbeteiligt beschreibt, als würde sie einen Bericht schreiben um Tatsachen darzulegen. Besonders am Ende hat die Autorin das Ruder noch einmal herumgerissen, um sicherzustellen, dass die Geschichte dem Leser im Gedächtnis bleiben wird. Bei mir hat sie das auf jeden Fall geschafft! Ich war begeistert, oft schockiert, betroffen und habe die Geschehnisse im Kopf noch lange nachklingen lassen.

 Man kann der Vergangenheit nicht entfliehen. Ein schockierendes Buch, das mich sehr nachdenklich gestimmt und sehr in Aufruhr versetzt hat. Ohne Frage ein außergewöhnlicher, starker Roman, der es in sich hat!

 5/5 Sterne

Mein herzlichster Dank für das Rezensionsexemplar geht an den Fischer Verlag!

[Neuzugänge] Füchse, Magie und Bienen

Hallo ihr Lieben!
In dieser Woche ist mein Stapel ungelesener Bücher wieder um drei Bücher gewachsen und diese möchte ich euch in diesem Post gerne kurz vorstellen. 


"Sieh mich an" habe ich als Rezensionexemplar über die Seite vorablesen erhalten. Ich habe das Buch bereits gelesen und es hat mir sehr gut gefallen. "Little bee" und "The alchemist" habe ich im Buchladen entdeckt und da mein SUB in letzter Zeit wirklich immer kleiner wieder (langsam aber doch) habe ich beschlossen, die beiden Werke mitzunehmen. "The Alchemist" steht schon lange auf meiner Wunschliste und ich bin gespannt ob mich Paulo Coelho wieder überzeugen kann. Von "Little bee" habe ich zuvor noch nie etwas gehört, aber der Klappentext und ein kurzer Blick ins Buch haben mich sehr neugierig gemacht und ich kann es kaum erwarten es zu lesen. 


Man kann ja nicht einfach sterben, wenn die Dinge noch ungeklärt sind. Das denkt Katharina, seit sie vor Kurzem das Etwas in ihrer Brust entdeckt hat. Niemand weiß davon, und das ist auch gut so. Denn an diesem Wochenende soll ein letztes Mal alles wie immer sein. Und so entrollt sich das Chaos eines ganz normalen Freitags vor ihr. Während sie aber einen abgetrennten Daumen versorgt, ihren brennenden Trockner löscht und sich auf den emotional nicht unbedenklichen Besuch eines Studienfreundes vorbereitet, beginnt ihr Vorsatz zu bröckeln, und sie stellt sich große Fragen: Ist alles so geworden, wie sie wollte? Ihre Musik, ihre Kinder, die Ehe mit dem in letzter Zeit viel zu abwesenden Costas? Als der Tag fast zu Ende ist, beschließt sie, endlich ihr Geheimnis mit jemandem zu teilen, den sie liebt.





 It is a truly special story and we don't want to spoil it.
Nevertheless, you need to know something, so we will just say this:
It is extremely funny, but the African beach scene is horrific.
The story starts there, but the book doesn't.
And it's what happens afterward that is most important.
Once you have read it, you'll want to tell everyone about it. When you do, please don't tell them what happens either. The magic is in how it unfolds.




 Paulo Coelho’s masterpiece tells the magical story of Santiago, an Andalusian shepherd boy who yearns to travel in search of a worldly treasure as extravagant as any ever found.
The story of the treasures Santiago finds along the way teaches us, as only a few stories can, about the essential wisdom of listening to our hearts, learning to read the omens strewn along life’s path, and, above all, following our dreams.






Kennt ihr eines der Bücher? Wenn ja, wie hat es euch gefallen? Ich bin gespannt auf eure Meinung! :)